Theater, Theatermuseum und Freundeskreis – eine ideale Liaison

„So gewiß sichtbare Darstellung mächtiger wirkt, als todter Buchstabe und kalte Erzählung, so gewiß wirkt die Schaubühne tiefer und dauernder als Moral und Gesetze.“

1784, also schon vor über 200 Jahren, hielt Friedrich Schiller auf einer Sitzung der kurfürstlichen deutschen Gesellschaft zu Mannheim ein flamboyantes Plädoyer für das Wirken des Theaters. Seither haben seine Ausführungen nichts an Aktualität eingebüßt. In enger Symbiose mit der Bühne sorgt das Theatermuseum dafür, dass bedeutende Inszenierungen und berühmte Künstler nicht dem Orkus des Vergessens anheimfallen. Denn Kultur äußert sich ja nicht nur darin, welche Werte eine Gemeinschaft vertritt, sondern auch darin, wie das Andenken daran bewahrt wird.

half past selber schuld

Spätestens seit ihrem Gewinn der RTL-Show “Die Puppenstars” ist die Düsseldorfer Theatertruppe “half past selber schuld” kein Geheimtipp mehr. Nun wird das deutsch-israelische Künstlerduo 20 Jahre alt – Anlass genug, dass das Theatermuseum Düsseldorf, Jägerhofstraße 1, den beiden Multitalenten, die mit ihrem Mix aus Musik, Trickfilm, Puppen- und Objekttheater eine ganz eigene Theaterästhetik geschaffen haben, eine umfangreiche Retrospektive widmet.