Theater, Theatermuseum und Freundeskreis – eine ideale Liaison

„So gewiß sichtbare Darstellung mächtiger wirkt, als todter Buchstabe und kalte Erzählung, so gewiß wirkt die Schaubühne tiefer und dauernder als Moral und Gesetze.“

1784, also schon vor über 200 Jahren, hielt Friedrich Schiller auf einer Sitzung der kurfürstlichen deutschen Gesellschaft zu Mannheim ein flamboyantes Plädoyer für das Wirken des Theaters. Seither haben seine Ausführungen nichts an Aktualität eingebüßt. In enger Symbiose mit der Bühne sorgt das Theatermuseum dafür, dass bedeutende Inszenierungen und berühmte Künstler nicht dem Orkus des Vergessens anheimfallen. Denn Kultur äußert sich ja nicht nur darin, welche Werte eine Gemeinschaft vertritt, sondern auch darin, wie das Andenken daran bewahrt wird.

Bücherschädlinge im Theatermuseum

In Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus richtet das Theatermuseum Düsseldorf die Jubiläumsausstellung „Fünfzig. Vom Düsseldorfer Schauspielhaus zum D’haus“ aus. Wie jedoch die Rheinische Post in ihrer Ausgabe vom 9. Oktober 2020 berichtet, sind in der Ausstellung bei einer Routinekontrolle Schädlinge entdeckt worden, und zwar Papierfischchen, die bereits an einigen Exponaten Schäden angerichtet haben. Diese Papierfischchen sehen den Silberfischchen, ihren wesentlichen bekannteren Namensvettern, sehr ähnlich, ernähren sich aber von Papier oder Kartonagen.
Spezielle Schädlingsbekämpfer sind nun beauftragt worden, die bereits verursachten Schäden zu beheben und die Schädlinge zu beseitigen. Daher bleibt die Ausstellung vom 13. Oktober bis voraussichtlich zum 9. November 2020 geschlossen. Die Stadt Düsseldorf weist darauf hin, dass die Ausstellung nach der Wiedereröffnung noch bis zum 31. Januar 2021 zu sehen ist.